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Initiativen

Beschlussvorschlag: Der Magistrat wird beauftragt eine Kampagne zum Vermeiden von Plastikmüll zu initiieren. Die Bürger sollen über Möglichkeiten der Plastikvermeidung informiert werden, hierzu soll jeder Haushalt zusammen mit einen Flyer einen kostenlosen wiederverwertbaren Obst- und Gemüsebeutel bekommen.

Begründung: Plastikvermeidung ist in aller Munde, auch das Interesse und das Verständnis in der Bevölkerung ist groß. Trotzdem gibt es immer noch sehr viele Bürger, die aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit den alten Gewohnheiten nachgehen.

Immer noch werden zu viele Plastiktüten unnötiger Weise z. B. beim Einkaufen verwendet oder Einweg- statt Mehrwegflaschen gekauft. Es gibt inzwischen unzählige alternative Möglichkeiten der Plastikflut zu begegnen. 

Um den Bürgern einen Anreiz zur Plastikvermeidung zu geben, soll jeder Haushalt einen Flyer mit praktischen Tips zur Plastikvermeidung, sowie einen wiederverwertbaren und waschbaren Obst- und Gemüsebeutel kostenlos erhalten. Vielleicht führt dies zu einem ersten Umdenken beim wöchentlichen Einkauf. (Als Beispiel dient der Anhang mit Tipps der Internetseite von https://nachhaltig-sein.info/natur/plastik-vermeiden-reduzieren-tipps-plastikfrei-leben)

Für diese Aktion soll im Haushalt 2020 eine Summe von 10.000 Euro eingestellt werden.

Plastik- und CO2-Vermeidung geht uns alle an und muss somit auch ein zentrales Interesse unserer Stadt sein.

Bild von RitaE auf Pixabay


Plastikreduziert einkaufen im Supermarkt:

  1. Mehrweg kaufen und auf Einwegverpackungen verzichten. In Supermärkten gibt es häufig Alternativen zu Plastikverpackungen: Obst, Gemüse und Kräuter gibt es auch lose, Milch, Sahne, Joghurt, Öl, Essig, Ketchup oder Senf kann man auch in Glasflaschen kaufen.
  2. Auf extra Plastikbeutel verzichten. Gerade Obst und Gemüse ist durch seine natürliche Schale bereits verpackt. Zu Hause putzen, waschen und kochen wir die Ware eh noch einmal. Karotten, Paprika, Tomaten oder Äpfel kann man auch lose aufs Band legen.
  3. Keine mehrfach in Plastik verpackten Produkte mehr kaufen. Die XXL-Kekspackung in dreifacher Plastikfolie? Nein, danke!
  4. Statt Taschentücher in einzelnen Päckchen besser Taschentücher im Kartonspender kaufen (die gibt es übrigens auch aus Recyclingpapier!).
  5. Auf Fertiggerichte verzichten und stattdessen selbst kochen.
  6. Statt der Supermarkt-Aufbackbrötchen in Plastik lieber Brötchen vom Bäcker kaufen.
  7. Beim örtlichen Bäcker kann das Brot auch direkt in einen Stoff-Brotbeutel gepackt werden.
  8. Als Verpackungstüten für z. B. Obst und Gemüse – aber auch als Mülltüten – können auch alte Zeitungen herhalten.
  9. Sich über alternative Einkaufsorte informieren: Auf dem Markt, in Hofläden, beim Bauern, in Fachgeschäften, im Bio-Supermarkt oder „Unverpackt“-Läden lässt sich plastikreduziert einkaufen. Hier können die Waren auch direkt in den Stoffbeutel oder das eigens mitgebrachte Gefäß wandern. Auch Gummibärchen oder Schokoladen können direkt abgefüllt werden.

Plastik vermeiden beim Shoppen:

  1. Plastiktüten ablehnen. Stattdessen kann man mit Stoffbeutel, Korb oder Rucksack zum einkaufen gehen. So braucht man weder für Kleidung, Bücher oder Lebensmittel eine extra Plastiktüte.
  2. Keine neuen Produkte aus Plastik mehr kaufen. Erst recht keine Einmal- oder Wegwerfprodukte. Alternativen aus Holz, Glas oder Metall können zwar teurer sein, halten gewöhnlich aber auch länger als der Kunststoff.
  3. Gibt es keine Alternativen kann beim Kauf des Produktes darauf geachtet werden, Plastik aus schadstoffbelasteten Kunststoffe zu vermeiden. Dies sind unter anderem Polyvinylchlorid (PVC), Polycarbonat (PC) oder Bisphenol A (BPA).
  4. Den Einweg-Konsum von Plastik reduzieren. Bei Verpackungen und Tüten. Das bezieht sich auch auf Papiertüten. Diese gelten als bessere Wahl, verbrauchen bei der Herstellung aber auch Holz. Ein Rohstoff, der durch die Wald-Rodung schon überstrapaziert ist. Papier- und Plastiktüten lassen sich durchaus auch wiederverwenden, z. B. als Pausenbrot-Verpackung.

Weniger Plastik im Alltag:

  1. Unterwegs kann man Mehrwegflaschen verwenden, entweder aus Glas oder aus Metall. Diese sind leichter, zerbrechen nicht und sind damit auch zum Sport oder bei Ausflügen geeignet. Zu Hause liegt eine Einweg-Plastikflasche herum? Auch die kann mehrfach verwendet werden. Auswaschen, mit Wasser füllen und zum Sport mitnehmen.
  2. Partybesteck und -Geschirr aus Plastik durch Mehrweg-Geschirr ersetzen (auch z. B. beim Grillen im Park!).
  3. Ein Seifenstück verwenden statt Flüssigseife aus dem Einweg-Plastikspender oder statt des Duschgels.
  4. Leitungswasser trinken statt Mineralwasser.
  5. Statt Gefrierbeutel können Lebensmittel auch sehr gut in leeren Tetrapacks eingefroren werden.
  6. Eis in der Waffel bestellen statt im plastikbeschichteten Becher.
  7. Auch Kleinigkeiten bedeuten Reduktion: Beim Kaffee-Becher oder der Cola im Fast-Food-Restaurant kann man auf den Plastikdeckel und Strohhalm verzichten. Noch besser ist ein eigenes Gefäß.

Mikroplastik weglassen:

  1. Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat Online eine Liste der Produkte veröffentlicht, die Mikroplastik enthalten. Der BUND-Einkaufsratgeber findet sich hier.
  2. Produkte, die nach dieser Liste Mikroplastik enthalten können sind: Peelings und Gesichtsreiniger, Gesichtspflege (z. B. Tages- oder Antifalten-Cremes, Waschgel, Lotions etc.), Duschgel und Pflegebäder, Puder, Makeup, Concealer bzw. Rouge, Shampoo, Conditioner und Styling Cremes, Lidschatten, Mascara, Eyeliner, Augenbrauenstifte, Lippenstifte, Lipgross und Lipliner, Körperpflegeprodukte, Sonnencreme, Fuß- und Handpflegeprodukte, Rasierschaum und After Shave sowie Deodorants.
  3. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe kann zeigen, ob in einem Produkt Mikroplastik enthalten ist. Angezeigt wird es durch die Inhaltsstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) oder Polyethylenterephtalat (PET).
  4. Auf Nummer sicher gehen Kunden beim Kauf zertifizierter Naturkosmetik. Diese Produkte sind frei von Mikroplastik. Relevante Siegel sind: Naturland, EcoControl, NaTrue, das ECOCERT-Label, Demeter oder das BDIH-Siegel für kontrollierte Naturkosmetik.
  5. Plastik im Allgemeinen vermeiden! Denn die größte Menge an Mikroplastik entsteht dadurch, dass sich größere Plastikteile zersetzen.

Worauf man grundsätzlich achten sollte:

  1. Sich den eigenen Plastikkonsum bewusst machen und dann anders handeln. Wo kaufe ich Dinge in Plastikverpackungen? Wie kann ich dies vermeiden? Gibt es Alternativen? Brauche ich den Gegenstand überhaupt?
  2. Plastikprodukte, die wir bereits besitzen, sollten wir so lange wie möglich verwenden, reparieren und wenn möglich upcyceln. So können aus alten Duschgelpackungen ganz einfach lustige Stifthalter für Kinder werden. Tipps zum Upcyceln gibt es in diesem Artikel.
  3. Plastikmüll fachgerecht entsorgen. Misch-Packungen aus Papier und Plastik können per Hand getrennt werden und in Einzelteilen im entsprechenden Container landen.
  4. Selbst aktiv werden. Beim eigenen Handeln, durch Nachfragen beim Hersteller oder im Laden („Warum ist es nicht anders verpackt?“), in Initiativen oder bei der Unterstützung von Projekten. Auch kann man das Umfeld informieren und andere dazu anregen, plastikreduzierter zu leben.
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